Investition mit Unterstützung der EU für die Zukunft im Kfz Bereich

Es hat einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor, vier Räder und ist von Toyota. Das neue Ausbildungsfahrzeug für die Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und Kraftfahrzeugmechatroniker von morgen an der Gewerblich-technische Schulen (GTS) wurde am 13.04.18 durch Herrn Alexander Nix vom Autohaus Nix an die Schülerinnen und Schüler der GTS übergeben.

Autoübergabe

Schon seit längerem werden die Azubis für die Hybrid-Technologie und E-Mobilität in ihrer Ausbildung fit gemacht. Allerdings mussten sich die Kollegen an der GTS dazu immer ein Fahrzeug beim Landesverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes Hessen in Wiesbaden ausleihen. Der Verband stellt zur Ausbildung einen Mitsubishi I-Miev für alle hessischen Berufsschulen zur Ausleihe bereit, um Inhalte rund um die E-Mobilität zu vermitteln, der allerdings nur für kurze Zeit ausgeliehen werden kann. JetztEU hat die Schule ein eigenes Fahrzeug, an dem Inhalte zur Verbrennungstechnik und E-Mobilität gleichermaßen unterrichtet werden können. „Endlich“, so Martin Röth-Bohrer, Fachlehrer an der GTS. „Seit zwei Jahren warten wir darauf“. Tatsächlich – vor zwei Jahren nahmen die Kollegen der Kfz-Abteilung Kontakt zum Autohaus Nix auf, um sich einen Prius anzuschaffen. „Leider haben sich die Mühlen der Verwaltung sehr langsam gedreht“, so Koordinator Joachim Becker, der das Geld für die Beschaffung aus Fördermitteln der EU mit Unterstützung der WiBank generierte. Viel Geduld wurde von Herrn Lein, Betriebsleiter vom Autohaus Nix in Offenbach und den Kollegen der GTS abverlangt. Nun steht der Prius aber da. Unterstützung sichert Herr Lein der GTS zu: „Das ist eine sehr komplexe Technik, die aber äußerst alltagstauglich ist. Gerne unterstützen wir die Kollegen der GTS bei allen Fragen.“ Nun können die Lehrer Inhalte zu Verbrennungstechnik und E-Technik, sowie allgemein zur Technik von modernen Fahrzeugen vermitteln. Das jüngste Fahrzeug, ein Toyota Lexus der auch vom AH Nix gesponsert wurde, ist immerhin 14 Jahre alt. „Von Dieseltechnik reden wir lieber nicht“, so Martin Röth-Bohrer. „Den Diesel wird es noch eine ganze Zeit geben. Da wäre es schön, wenn ein Hersteller uns mal was Aktuelles stellen könnte“, so sein Aufruf mit einem Augenzwinkern. „Früher haben die Hersteller uns die Lehrmittel kostenfrei zur Verfügung gestellt – heute müssen die Schulen diese kaufen“. Nach den Sommerferien gibt es noch ein neues Testgerät und eine hoffentlich schnellere Internetanbindung, die der Tester benötigt. „Ein erster Schritt für unsere Zukunftsstrategie“, so Schulleiter Johannes Leist. Zurzeit bewirbt sich die GTS um den neuen Schwerpunkt Umwelttechnologie, um diesen am Beruflichen Gymnasium ab dem Schuljahr 2019 einzurichten. Außerdem werden Themen wie Industrie 4.0, Additive Fertigungstechnologien und Faserverbundtechnologien auf dem Stundenplan stehen. Zur Anschaffung eines 3D-Druckers und zweier Schwenkarmroboter für den oben beschriebenen Bereich, wird intensiv an Kooperationen mit regionalen Betrieben gearbeitet, die sich unter anderem mit Vorträgen zu diesen Themen an der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler der GTS beteiligen werden. „Die Berufsschulen müssen am Puls der Zeit bleiben. Wie man an dem Beispiel des Prius sieht, ein nicht immer einfaches Unterfangen“, so der Schulleiter.

ROE